Amazon ECS kann Dienste selbstständig finden
Amazon ECS wurde um die Möglichkeit erweitert, Dienste automatisch zu finden. Das neue Feature Amazon Service Discovery arbeitet dabei mit der Service Registry Route 53 und den Auto Namimg APIs des Cloud-Providers zusammen.
- Frank-Michael Schlede
Die Entwickler hinter Amazons Elastic Container Service (ECS) haben in einem ausführlichen Eintrag im AWS News Blog bekannt gegeben, dass ihr Dienst zur Container-Orchestrierung nun einen integriertes Feature zum Finden von Diensten beinhaltet. Dieses Integrated Service Discovery ermöglicht es den ECS-Diensten, sich automatisch und selbstständig mit einem vorhersehbaren und "friendly" DNS-Namen im Cloud-Domain-System Route 53 zu verbinden.
Amazon ECS Service Discovery soll laut den AWS-Entwicklern im Gegensatz zu den traditionellen Ansätzen, wie sie etwa consul, etcd or zookeeper bieten, weitaus weniger aufwendig im Einsatz sein. Wenn Anwender bisher sicherstellen wollten, dass ihre Dienste sich gegenseitig finden und miteinander verbinden konnten, mussten sie entweder ihr eigenes Service Discovery System aufsetzen und betreiben oder jeden Dienst mit einem Load Balancer verbinden. Nun können sie für ihre Container-Dienste das Service Discovery direkt in der ECS-Konsole oder mittels der Kommandozeile AWS CLI sowie der ECS-API einschalten und einsetzen.
Demo-App, Source-Code und Dokumentation stehen bereit
Eine Demonstration dafĂĽr, wie Service Discovery in Amazon ECS funktioniert, stellen die Amazon-Entwickler anhand einer beispielhaften Social-Media-App auf ihrer Webseite zur VerfĂĽgung. Diese vom Senior Technical Evangelist Randall Hunt zusammengestellte Demo verwendet dabei unter anderem Dienste wie "auth", "feed", "timeline", "worker" oder auch "user". Wer den Programmcode untersuchen will, den der Entwickler dazu eingesetzt hat, kann ihn auf Github finden. Eine ausfĂĽhrliche Dokumentation zu Service Discovery steht ebenfalls bereit. Dort finden Interessierte dann auch Preisinformationen zum Einsatz dieses Dienstes.
Einsetzbar ist dieses Feature in verschiedenen US-Bereichen der AWS-Dienste und in der EU (Irland). Wer die ECS Discovery Services einsetzt, bezahlt dabei fĂĽr die Route-53-Ressourcen, die er verwendet. Hinzu kommen dann noch die Kosten fĂĽr dabei angelegten Namespaces und fĂĽr die Lookup-Anfragen, die vom Dienst gestellt werden. (fms)