PC-TV mobil
USB-Tuner liegen im Mobility-Trend, trotz eingeschränkter Bildqualität, behaupten Hersteller wie Hauppauge und Pinnacle.
Analoge USB-Tuner haben die meisten Hersteller von PC-TV-Hardware schon länger im Programm. Doch nun sehen Firmen wie Pinnacle und Hauppauge die Chance, durch erweiterte Funktionen und externe DVB-Empfänger das abflauende Desktop-Geschäft durch mobile Mutimedia-Hardware zu beleben.
Pinnacle stellt in Halle 9, Stand B71, mit seinem Bungee-Projekt einen neuen analogen Tuner am unelastischen USB-Kabel vor, der mit den Funktionen eines digitalen Videorecorders ausgestattet ist. Im MPEG2-Format aufnehmend soll das Gerät selbst Time-Shift ermöglichen, die Funktion zum Abspielen während laufender Aufzeichnung.
Hauppauge geht am Stand A50 nahezu in Sichtweite seines Konkurrenten noch einen Schritt weiter und präsentiert mit WinTV-Nova-USB den ersten DVB-Tuner zum Anschluss an die Satellitenschüssel. Das fertige Produkt soll ebenfalls Time-Shift bieten, dürfte aber unterwegs mangels frei zugänglicher digitaler Satelliten-Anschlüsse wohl noch seltener zum Einsatz kommen als der analoge Bungee.
Darüberhinaus benötigen die kleinen Kästen eine eigene Stromversorgung aus dem Steckernetzteil, was den Nutzen auf Reisen weiter einschränkt. Der Zielgruppe des schicken Notebook-Trägers angepasst sind lediglich die Preise: Pinnacle peilt für Bungee die Markteinführung im Juni zu rund 800 Mark an, Hauppauge will seine USB-Nova Ende Mai für knapp 500 Mark auf den Markt bringen.
Dem Desktop-Anwender bleibt der USB-Komfort bei der Installation. Den bezahlt man aber mit USB-TV-typischen Qualitätseinbußen wie Artefakten, Unschärfen und Ruckeln, insbesondere im Vollbild-Modus. Bei gleichzeitiger Aufnahme und Wiedergabe wird es darüberhinaus noch ruckeliger, wenn die Player-Software den USB-Treiber ins Stolpern bringt und die Bildqualität trotz MPEG-Kompression weit unter VHS-Niveau drückt. (law)