IT-Fachkräfte in fünf EU-Ländern gesucht

Laut einer Studie hat jedes zweite Unternehmen in fünf befragten EU-Ländern Schwierigkeiten, IT-Fachkräfte zu gewinnen.

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Von
  • David Adamczewski

Jedes zweite Unternehmen in fünf befragten EU-Ländern hat Schwierigkeiten, IT-Fachkräfte zu gewinnen oder gar im Unternehmen zu halten. Zu diesem Ergebnis kommen Umfragen in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Schweden und Spanien aus dem Jahr 2000. Sie waren Teil einer europaweiten Umfrage des EU-Forschungsnetzwerks Cranet zum Thema Personalwirtschaft, Aufgaben, Instrumente und Strategien in Unternehmen. Insgesamt wurden dabei europaweit 8.000 Unternehmen von 31 Universitäten und Schulen befragt. Hierzulande leiteten Rüdiger Kabst und Professor Dr. Wolfgang Weber vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paderborn die Befragungen. Das endgültige Ergebnis soll nach Aussage von Kabst im Herbst veröffentlicht werden und zudem Umfragen aus diesem Jahr berücksichtigen

Beinahe 50 Prozent der befragten Unternehmen in den fünf Ländern gaben an, nur schwer neue Arbeitskräfte auf dem Gebiet der Informationstechnik gewinnen zu können. In Deutschland lag der Anteil mit fast 65 Prozent am höchsten. Ein heise online vorliegender Studienausschnitt zeigt deutlich, dass der Bankensektor hierzulande am stärksten vom Fachkräftemangel betroffen ist. Immerhin 67 Prozent der Unternehmen gaben an, nur schwer neue Spezialisten zu finden. Dahinter folgen der Handel und das Gaststättengewerbe, die Energie- und Wasserversorgung sowie die Maschinen- und Elektroindustrie. Lediglich das Baugewerbe (17 Prozent) und die Kommunalverwaltung (18 Prozent) haben demnach mit der Verpflichtung neuer Fachkräfte kaum Probleme.

Professor Weber nutzt das Ergebnis der Studie, um den neuen Diplom-Studiengang Informationstechnik an der Universität Paderborn zu bewerben. "Weil eben Fachkräfte in vielen Branchen fehlen, werden wir den Studiengang ab diesem Herbstsemester anbieten. Wir sehen es als wichtig an, solche Leute in Deutschland auszubilden, um nicht später Fachkräfte im Ausland suchen zu müssen," sagte Weber in einem Gespräch mit heise online. (daa)