Dornier entwickelt Software für NATO-Luftwaffeneinsätze
In Friedrichshafen wird bald an der Software für zukünftige Lufteinsätze der NATO gearbeitet. Dornier erhielt einen Auftrag in Höhe von 35 Millionen Mark.
Die Dornier GmbH (Friedrichshafen) wird neue Softwaresysteme für die Planung von Luftwaffen-Einsätzen der NATO entwickeln. Das Unternehmen habe einen Auftrag mit einem Umfang von 35 Millionen Mark erhalten, teilte die Abteilung Verteidigungselektronik der European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) am Mittwoch in Ulm mit. Die EADS mit deutschem Sitz in München ist nach eigenen Angaben das drittgrößte Luft- und Raumfahrtunternehmen der Welt.
Grundlage sei das Dornier-Missionsplanungssystem DIPLAS, das die deutsche Luftwaffe in allen Geschwadern einsetze. Es solle so erweitert werden, dass groß angelegte Luftwaffeneinsätze verschiedener Nationen mit Heer und Marine abgestimmt werden könnten. Dabei gehe es etwa darum, Flugrouten mit Rücksicht auf Sperrgebiete oder Mindestflughöhen festzulegen. Außerdem könne mit der neuen Software besser vorausgeplant werden, welche Flugzeuge zur Verfügung stünden, welche Treibstoffmengen notwendig seien oder wie lange Reparaturen dauerten. (dpa) / (sha)