Online-Forum der Polizei zum Castor-Transport
Das Forum soll für gegenseitiges Verständnis sorgen und die Möglichkeit bieten, Spannungen und Ängste abzubauen.
Niedersachsens Polizei will im Internet mit Castorgegnern diskutieren. Das am gestrigen Mittwoch eröffnete Forum solle gegenseitiges Verständnis für die Einstellung der anderen erzeugen, heißt es in einer Erklärung. Es gehe darum, Spannungen und Ängste abzubauen. Die Webseite ist auch unter der URL www.castor2001.de erreichbar.
Auf der Webseite wendet sich Lüneburgs Polizeidirektor Hans Reime in einem offenen Brief an die Wendländer: "Friedfertige, auch kreative Protestaktionen sind Ihr gutes Recht. Lassen Sie sich aber nicht zu rechtswidrigem Handeln verleiten." Die Seite informiert außerdem über Castor-relevante Themen, wie den Atomkonsens und juristische Fragen des Protests ("Es gibt kein Recht auf Sitzblockaden"). Die Linkliste führt nicht nur zum BGS oder dem Bundesamt für Strahlenschutz, sondern auch zu Gegnern der Castortransporte wie LIgA (Lüneburger Initiative gegen Atomanlagen), X1000malquer - überall und Castor-nix-da. Sören Jansen von X1000malquer freute sich über den direkten Verweis zu seiner Initiative: "Das könnte man auch als Anerkennung unserer Kampagne interpretieren." Man sei aber skeptisch, ob das Gesprächsangebot auch noch bei den Transporten Bestand habe.
Als wahrscheinlicher Termin gilt nach Angaben von X1000malquer der 27. bis 29. März. Über SMS will die Initiative alle auf ihrer Webseite registrierten Castorgegner benachrichtigen, sobald der Castor nach Gorleben rollt. (hod)