AKW-Kühlturm in Mülheim-Kärlich wird abgetragen: Maschine nimmt Arbeit auf
Die seit Jahren laufenden Rückbauarbeiten am AKW Mülheilm-Kärlich sollen nun auch von außen sichtbar werden.
(Bild: dpa)
Die Abrissarbeiten am Kühlturm des ehemaligen Atomkraftwerks Mülheim-Kärlich beginnen: Vom heutigen Dienstag an frisst eine Spezialmaschine nach und nach die Betonhülle des in der Region weithin sichtbaren Turmes ab. Zuvor war dies bereits getestet worden.
Die Arbeiten des zehn Tonnen schweren, umgebauten Baggers mit einer zackenbewehrten Zange an einem Greifarm beginnen auf der Mauerkrone des Turmes in 162 Metern Höhe. Das Konstrukt wird GPS-gesteuert die 16 bis 20 Zentimeter dicke Wand umrunden und in jeder Runde Mauerwerk von etwa drei Metern Höhe abbrechen. Das Verfahren ist laut Betreiber RWE bislang nur beim Rückbau von Industrieschornsteinen angewandt worden.
Rückbau seit 2004
Gesteuert wird das Spezialgerät samt Greifarm per Funk von zwei Maschinenführern. In der ersten Runde wird zunächst noch ein kleineres Gerät eingesetzt, das den unebenen oberen Kranz des Turms zurechtmeißelt, damit der Bagger folgen kann. Insgesamt gehe Sicherheit vor Schnelligkeit, Wind und Wetter gäben das Tempo vor, betonte RWE-Projektleiter Olaf Day.
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Damit werden erstmals die 2004 angelaufenen Rückbauarbeiten von außen sichtbar. Insgesamt sollen bei dem Rückbau des Kühlturms rund 18.000 Tonnen Bauschutt anfallen und im Straßenbau oder bei der Produktion von Betonfertigteilen wiederverwertet werden. Geplant ist, den Kühlturm bis Ende des Jahres vollständig abzutragen. Der Rückbau des gesamten AKW dauert voraussichtlich bis in die zweite Hälfte der 2020er Jahre an.
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(mit Material der dpa) / (anw)