Russische Satelliten-Flotte reif fĂĽrs Museum
Mindestens 75 Prozent der russischen Weltraumsatelliten haben ihre technische Lebensdauer ĂĽberschritten und sind zu alt, um weiter in Betrieb zu bleiben.
Mindestens 75 Prozent der russischen Militär- und Kommunikations-Satelliten sind nach Ansicht des Generaldirektors der russischen Weltraumbehörde, Yuri Koptev, zu alt, um weiter in Betrieb zu bleiben. Sie hätten ihre technische Lebensdauer überschritten, könnten aber aus Mangel an Geldern nicht ersetzt werden, wird Koptev von BBC News zitiert.
Neunzig der weltweit etwa 600 im Einsatz befindlichen Weltraumsatelliten gehören Russland. Nach Koptevs Angaben sind davon 43 reine Militärsatelliten. Eine nicht spezifizierte Zahl hat zivile und militärische Aufgaben. Mittlerweile starte Russland nur noch alle zwei Jahre einen eigenen Satelliten, während in früheren Jahren drei bis vier künstliche Himmelskörper die Startrampen verließen. Sein geschrumpftes Weltraumprogramm finanziert Russland gegenwärtig als Spediteur für die Satellitenbetreiber anderer Länder. Im vergangenen Jahr konnte die Weltraumbehörde so Einnahmen von einer Milliarde US-Dollar verzeichnen. (thd)