EU startet Bildungsinitiative eLearning
Lebenslanges Lernen, die Modernisierung der Bildungssysteme und die Nutzung des Internets sind die Kernpunkte des neuen Aktionsprogramms.
Mit einem Aktionsprogramm zum Lernen mit dem Internet will die EU-Kommission Schüler und Erwachsene in Europa für die Zukunft qualifizieren. "Die Europäer müsssen in der Lage sein, die Chancen der neuen Informationstechnologien zu nutzen, in jedem Lebensalter weiter zu lernen und den Mangel der europäischen Wirtschaft an qualifizierten Arbeitsplätzen zu verringern", sagte die EU-Kommissarin Viviane Reding am gestrigen Mittwoch in Brüssel. Die EU-Kommission möchte mit der Initiative lebenslanges Lernen, die Modernisierung der Bildungssysteme und die Nutzung der neuen Medien miteinander verknüpfen. Der Aktionsplan eLearning ergänzt das Programm eEurope 2002, das die Bürger und Unternehmen ans digitale Zeitalter führen soll.
Die Bildungsinitiative eLearning sieht unter anderem bis Ende 2002 einen Internet-Zugang in allen Klassenzimmern der Union vor, die Vernetzung aller Schulen in Europa oder die Möglichkeit für alle Arbeitnehmer, Computer-Qualifikationen zu erwerben. Außerdem soll der Mangel an Fachkräften gelindert werden. Derzeit fehlen nach EU-Angaben im IT-Bereich europaweit 1,4 Millionen Arbeitskräfte. Bis 2003 prognostiziert die Kommission sogar einen Anstieg auf 1,7 Millionen.
Anfang Mai treffen sich in Brüssel die EU-Kommission, Abgeordnete, Bildungsexperten und Industrievertreter zum ersten eLearnig-Gipfel. Thema des Gipfels sind Partnerschaften zwischen privaten und öffentlichen Einrichtungen. Als Plattform für den Dialog zum Thema eLearning richtet die EU-Kommission eine spezielle Website ein, der Start soll allerdings erst Ende 2001 erfolgen. (dpa) / ()