Verlust bei Openshop gestiegen
Die Verluste des Software-Herstellers sind gestiegen; im ersten Quartal lässt auch der Umsatz zu wünschen übrig.
Der am Neuen Markt notierte Softwarehersteller Openshop ist tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Die Verluste seien im vergangenen Jahr von 5,2 auf rund 9,9 Millionen Euro gestiegen, teilte die Openshop Holding AG (Neu-Ulm) am heutigen Freitag mit. Das Unternehmen warnte zugleich, wegen der "derzeit schwierigen Marktlage" werde der Umsatz im ersten Quartal 2001 vermutlich zurückgehen. Der Openshop-Aktienkurs sank bis zum frühen Nachmittag um 9,3 Prozent auf 7,12 Euro.
Den Umsatz steigerte Openshop im Jahr 2000 um rund fünf Millionen auf 6,6 Millionen Euro. Die gestiegenen Verluste seien auf Investitionen wie die Erweiterung der Produktpalette, den Personalaufbau und die Anpassung der Unternehmensstrukturen zurückzuführen, hieß es. Dennoch liege das Ergebnis im Rahmen der beim Börsengang im vergangenen März angekündigten Vorgaben, betonte ein Unternehmenssprecher.
Die schwierige Marktlage führte das Unternehmen unter anderem auf die "Ernüchterung der Börsen beim Thema Internet und E-Business" zurück. Der Markt für Lizenzprodukte von Standard-Software habe sich in den vergangenen Monaten nicht so schnell entwickelt wie von Marktforschern und Analysten angekündigt. Im Gesamtjahr 2001 werde jedoch wieder ein deutliches Umsatzplus erwartet.
Das Unternehmen wird seit März von dem neuen Vorstandschef Bruno Rücker geführt. Der 51-Jährige ist Nachfolger von Thomas Egner, der Ende Januar bei einem Flugzeugabsturz nahe Augsburg ums Leben gekommen war. (dpa) / (jk)