Online-Buchen spielt nur Nebenrolle für Reisebranche

Maximal 20 Prozent der Buchungen würden künftig online abgewickelt; trotzdem ist das Internet ein Schwepunktthema auf der Internationalen Tourismus-Börse.

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Von
  • Jürgen Kuri

Nach Ansicht des Deutschen Reisebüro- und Reiseveranstalterverbandes (DRV) wird das Internet bei der Buchung von Reisen auch künftig nur eine Nebenrolle spielen. Mindestens 80 Prozent der Reisen würden weiter über die Reisebüros gebucht werden, sagte Verbandshauptgeschäftsführer Jochen Martin. Die Reisebüros müssten allerdings "mit den neuen Medien klarkommen und die Vertriebsstrukturen und Marketingmöglichkeiten des Internet mit ins Geschäft einbeziehen". Martin erwartet ein kräftiges Wachstum der Reisebranche, "obwohl das vergangene Jahr gut genug war". So hätten die Reiseveranstalter um sieben Prozent zugelegt, die Reisebüros um fünf Prozent.

Trotz der geringen Bedeutung, die der Verband den Online-Buchungen zuweist, ist das Thema Elektronik in der Reisebranche erneut ein Schwerpunkt der fünftägigen Internationalen Tourismus-Börse (ITB), die am heutigen Samstag offiziell ihre Pforten öffnete. "Die dramatischen Veränderungen der Vertriebsstrukturen in der Reisebranche machen vor allem den mittelständischen Unternehmen zu schaffen", heißt es. Während die Großen in das Internet als Werbe- und Vertriebsweg investieren, würden viele kleine Unternehmen noch auf herkömmliche Verkaufsmethoden setzen.

Weltweit gilt die ITB in Berlin als der wichtigste Branchentreff. Wer rund um den Globus im milliardenschweren Reisegeschäft bleiben will, muss an der Spree präsent sein. In Berlin werden zum einen die touristischen Trends gesetzt, auf der anderen Seite aber auch weltumspannende Verträge in Millionenhöhe geschlossen. (jk)