Microsoft Deutschland will Server-Geschäft ankurbeln
Microsofts Deutschland-Chef will auch die Kontakte zur Politik verbessern, da es zu weit gehe, wenn die Regierung sich fĂĽr Linux einsetzt.
Der US-Softwareriese Microsoft will in Deutschland das Geschäft mit Server-Software ankurbeln und dafür 100 neue Stellen schaffen, sagte der neue Chef von Microsoft Deutschland, Kurt Sibold, einem Bericht des Handelsblatt zufolge. Microsoft sei bei Betriebssystemen für PCs mit einem Marktanteil von mehr als 90 Prozent dominierend. Bei Systemen für Server komme das Unternehmen dagegen auf 40 Prozent und sehe deshalb ein Wachstumspotenzial.
Gleichzeitig sucht Sibold wieder engere Kontakte zu deutschen Politikern: "Es geht zu weit, dass sich die Regierung offen für Linux einsetzt", meinte der Deutschland-Chef von Microsoft gegenüber dem Handelsblatt. Allerdings sieht sich der Software-Konzern in Europa möglicherweise auch mit einer Untersuchung durch die EU-Kommission konfrontiert, ob das Vorgehen von Microsoft bei Server-Systemen nicht das Wettbewerbsrecht verletzt.
Sibold rechnet beim angestammten Microsoft-Geschäft mit Software für Desktop-PCs mit einem schwachen Geschäft, da das durchschnittliche Wachstum des PC-Marktes nur noch bei vier Prozent nach den zweistelligen Zuwachsraten der vergangenen Jahre liegen werde. Einen Verkaufsschub verspricht sich der Manager durch die jüngst eingeführte und umstrittene Registrierungspflicht für Office und künftig auch für Windows XP. Microsoft beschäftige derzeit in Deutschland 1200 Mitarbeiter. (jk)