Microsoft kauft sich bei Handy-Hersteller ein
Mit einer Beteiligung beim britischen Hersteller Sendo hat Microsoft zum ersten Mal Anteile an einem Mobiltelefon-Unternehmen erworben.
Zum ersten Mal hat Microsoft eine Beteiligung an einem Mobiltelefon-Hersteller erworben: Mit einem Anteil von unter zehn Prozent hat sich der Konzern an dem britischen Handy-Hersteller Sendo beteiligt. Während Microsoft keine näheren Angaben zu dem Geschäft machte, sagte Sendo-CEO Hugh Brogan gegenüber dem Wall Street Journal, der Kaufpreis habe bei mehr als zehn Millionen US-Dollar gelegen. Das US-Unternehmen habe zudem eine Option, die Beteiligung auf bis zu 20 Prozent zu erhöhen.
Viele führende Handy-Hersteller, darunter Nokia und Motorola, verwenden für ihre Geräte entweder proprietäre Software oder das Betriebssystem von Symbian. Microsofts finanzielles Engagement bei Sendo wird daher als Versuch gesehen, dem eigenen Produkt Stinger auf die Sprünge zu helfen, das unter anderem auf Sendo-Geräten eingesetzt wird. Bereits im Februar dieses Jahres hatte der Newcomer Sendo das Modell Z100 angekündigt, das gegen Ende des Jahres mit dem Betriebssystem Stinger ausgestattet auf den Markt kommen soll.
Sendo-Chef Brogan sagte, es seien weitere gemeinsame Produktentwicklungen zusammen mit den Redmondern geplant. Dennoch schloss er auch nach dem Deal nicht aus, dass auf kĂĽnftigen Sendo-Modellen Betriebssysteme anderer Hersteller zum Einsatz kommen. (dwi)