Siemens-Mitarbeiteraktionäre kritisieren Stellenabbau

Siemens-Belegschaftsaktionäre halten den geplanten Abbau von 8100 Arbeitsplätzen im Mobilfunk- und im Netzwerkgeschäft für eine "Überreaktion".

vorlesen Druckansicht 38 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • dpa

Siemens-Belegschaftsaktionäre haben den geplanten Arbeitsplatzabbau im Konzern kritisiert. "Eine so drastische Personalreduzierung von insgesamt 8100 Mitarbeitern wäre bei vorausschauender Politik vermeidbar gewesen", erklärte der Verein "Unsere Aktien" am Montag in München. Die Bereiche Mobilfunk und Netzwerke seien einer "Wachstumseuphorie verfallen" und hätten den erwarteten Konjunkturrückgang in den USA nicht ausreichend eingeplant.

Im Mobilfunk- und im Netzwerkgeschäft sollen bei Siemens laut früheren Angaben insgesamt 8100 Stellen abgebaut werden. Damit wird in diesem Bereich jeder zehnte Arbeitsplatz gestrichen. Der Umfang des Stellenabbaus sei eine Überreaktion und "kein Beitrag zur langfristigen Steigerung des Geschäftswerts", kritisierte der Verein der Belegschaftsaktionäre. Mitarbeiter halten laut früheren Angaben knapp zehn Prozent der Aktien der Siemens AG.

Trotz der derzeitigen Probleme sei Siemens gut fĂĽr die Zukunft gerĂĽstet, betonte der Verein. Der Konzern profitiere derzeit von seiner breiten Aufstellung und werde daher mit dem schwierigen Umfeld besser fertig als viele Konkurrenten. Daher mĂĽsse Siemens auch kĂĽnftig an allen Kerngebieten festhalten. (dpa) / (wst)