CDU fordert Konzeption fĂĽr Computerausstattung an Schulen

Die Schulbildung müsse auf die raschen technologischen Veränderungen vorbereiten sowie auf den Bedarf der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes ausgerichtet sein.

vorlesen Druckansicht 67 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa

Die CDU im baden-württembergischen Landtag strebt eine mehrstufige Konzeption für die künftige Ausstattung der Schulen mit Computern an. CDU-Fraktionschef Günther Oettinger kündigte in einem dpa-Gespräch dazu eine "faire Aufteilung der Kosten" zwischen Land, Kommunen und freien Schulträgern an. Das gelte auch für den Ausbau der Ganztagesbetreuung. Vor kurzem hatte der Gemeindetag eine grundlegende Reform der Schulfinanzierung vor allem hinsichtlich der Multimedia-Ausstattung und der Schulsozialarbeit gefordert.

Die Schulbildung muss nach Oettingers Worten auf die raschen technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen vorbereiten sowie auf den Bedarf der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes ausgerichtet sein. Deshalb gelte es Schritt für Schritt die Computerausstattung vom PC-Fachzimmer über die Medienecke in jedem Klassenzimmer bis zum persönlichen tragbaren Multimedia-Gerät für jeden Schüler auszubauen. Der CDU-Politiker sagte: "Der Laptop für alle ist im Jahr 2001 sicher noch nicht finanzierbar. Aber in dieser Wahlperiode können wir zu einem Arbeitsgerät modernster Technologie kommen, das jeder Schüler in seiner Schulmappe hat."

Über die flächendeckende Einführung von tragbaren Computern für Schüler hatte es wenige Wochen vor der Landtagswahl in der CDU heftige Differenzen gegeben. Beim CDU-Landesparteitag in Mannheim Ende Januar hatten die Delegierten einem Antrag der Jungen Union zugestimmt, der die Ausstattung aller Schüler von Klasse neun an mit Laptops zum Ziel hatte. Gut zwei Wochen vor der Wahl hatte Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) erklärt, dieses Vorhaben sei wegen der Kosten in Milliardenhöhe nicht zu verwirklichen.

Oettinger rechnet damit, dass mit der weiteren technischen Entwicklung auch die Kosten für entsprechende Geräte sinken. So sei denkbar, dass in absehbarer Zeit für einen robusten Schüler-Laptop nur 800 bis 1.500 Mark statt gegenwärtig zwischen 3.000 und 6.000 Mark fällig sind. (dpa) / (jk)