Jenoptik-Chef trotz Turbulenzen in der Chip-Branche optimistisch

"Wir haben keinen Anlass fĂĽr Korrekturen bei unseren Prognosen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Jenoptik.

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  • dpa

Trotz der Turbulenzen in der Halbleiterindustrie sieht Jenoptik-Chef Lothar Späth keinen Grund für Pessimismus in diesem Jahr. "Wir haben keinen Anlass für Korrekturen bei unseren Prognosen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Jenoptik AG (Jena) der dpa. Der Umsatz des Technologiekonzerns, der weltweit beim Bau neuer Chipfabriken engagiert ist, soll 2001 bis zu 20 Prozent zulegen.

Im letzten Geschäftsjahr hatte das ostdeutsche MDAX-Unternehmen nach vorläufigen Angaben mit Erlösen von rund drei Milliarden Mark und einem durch Aktienverkäufe beeinflussten Überschuss von etwa 160 Millionen Mark ein Rekordergebnis seit Gründung 1991 erzielt.

"Wir haben eine stabile Situation und sind im Augenblick von der Halbleiterkrise nicht betroffen", sagte Späth. Fabrikneubauten, für die Aufträge vorliegen, seien nicht gestoppt worden. Er verwies unter anderem auf neue Aufträge in China, seiner Ansicht nach einem der künftigen Schlüsselmärkte für Mikroelektronik. "Ich habe den Eindruck, dass der Konjunkturzyklus in der Halbleiterindustrie kürzer wird", meinte Späth. Einige Hersteller hatten in den vergangenen Wochen mit Hinweis auf den Preisverfall bei Schaltkreisen ihre Geschäftserwartungen gedämpft.

Seine optimistische Prognose für dieses Jahr begründete der Vorstandschef auch damit, dass der Jenoptik-Geschäftsbereich Anlagenbau/Reinraumtechnik (Clean Systems) auf eine breitere Basis gestellt wurde. Dazu gehörten Projekte für die Pharmaindustrie. Um die eigenen Kapazitäten in diesem Bereich zu erweitern, sei jetzt ein Ingenieurbüro mit etwa 200 Mitarbeitern übernommen worden. Clean Systems erwirtschaftet etwa zwei Drittel des Konzernumsatzes. Jenoptik mit der zweiten Industriesparte Optoelektronik und einer Risikokapitalgesellschaft, die Börsenkandidaten betreut, beschäftigt rund 6.000 Mitarbeiter. (dpa) / (jk)