Kartellamt untersucht Aus für Handy-Subventionen
Das Kartellamt untersucht, ob es zwischen den Mobilfunk-Firmen zu Preisabsprachen darüber kam, Handys künftig nicht mehr subventioniert anbieten.
Das Kartellamt nimmt die Mobilfunkbetreiber unter die Lupe: Nach einem Bericht des Focus in seiner neuesten Ausgabe wollen die obersten Wettbewerbshüter prüfen, ob es zwischen den Firmen zu Preisabsprachen darüber kam, Handys künftig nicht mehr subventioniert anzubieten.
Die Mobilfunkfirmen hatten im Laufe der CeBIT in überraschender Einmütigkeit erklärt, dass sie Handys in Zukunft nicht mehr zu Spottpreisen auf den Markt bringen und die entsprechenden Subventionen abbauen wollen. Ein Sprecher des Kartellamtes meinte laut Focus: "Der erste Augenschein ist schon merkwürdig... Wir sind noch in der Phase der Prüfung. Gibt es Anhaltspunkte für unerlaubte Absprachen unter den Mobilfunkanbietern, werden wir einschreiten."
Die Mobilfunkanbieter stehen vor dem Problem, dass viele der subventionierten Billig-Handys ihnen keine Einkünfte durch Gesprächgebühren einbringen. So meinte etwa der Chef von D1, rund 10 Prozent der Handy-Besitzer hätten in den letzten drei Monaten kein einziges Gespräch geführt. Sowohl die Netzbetreiber als auch die Reseller wollen daher künftig nur noch die Vieltelefonierer bevorzugen, während Wenigtelefonierer mit teureren Handys und teilweise auch höheren Gesprächskosten leben müssten. Das Kartellamt stolperte aber nun offensichtlich über die scheinbar konzertierte Aktion, mit der vor allem die vier Netzbetreiber ihre Absichten verkündeten. (jk)