Online-Glücksspiel aus rechtlicher Sicht
Im Internet locken virtuelle Glücksspielangebote mit Echtgeldeinsätzen. Die meisten deutschen Nutzer bewegen sich allerdings auf illegalem Boden.
- Harald Büring
Bunt und lustig flimmert der Werbespot für das Online-Geldspielportal allnächtlich bundesweit über deutsche Fernsehbildschirme. Es winken Spaß und klimpernder Münzensegen – und alles anscheinend ganz legal. In winziger Schrift gibt ein Infotext kurz darüber Auskunft, dass das Angebot sich natürlich nur an volljährige Bewohner von Schleswig-Holstein richtet. Ein verspäteter Aprilscherz? Nein: Um nicht in Konflikt mit den strengen deutschen Bestimmungen für Glücksspiel zu geraten, nutzen Anbieter jedes nur denkbare Schlupfloch – wohl wissend, dass in der Praxis auch Leute das Angebot nutzen, die nicht zum vorgeblich eingeschränkten Zielpublikum gehören.
Glücksspiellizenz aus steuerlich attraktiven Staaten
Viele Anbieter werben damit, dass sie eine Glücksspiellizenz aus einem der steuerlich besonders attraktiven EU-Zwergstaaten Malta und Gibraltar besitzen. Bisweilen liest man im Internet die Behauptung, der deutsche Staat müsse das Spielen seiner Bürger bei Anbietern mit einer solchen Lizenz als legal anerkennen, um nicht gegen europäisches Recht zu verstoßen.
Tatsächlich gehört aber die Zulässigkeit von Glücksspielen zu denjenigen Dingen, die nicht EU-weit einheitlich geregelt sind. Vielmehr haben alle Mitgliedstaaten ihre eigenen Bestimmungen in Bezug auf die Veranstaltung von Glücksspielen und die Teilnahme daran.
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