Mit Lite-Apps alten Android-Smartphones neues Leben einhauchen
Kompakter, schneller und bei geringer Netzabdeckung brauchbar - das versprechen Lite-Apps von Facebook, Spotify & Co., die auch auf älteren Smartphones laufen.
- Martin Reche
- Lea Lang
Passionierte Wanderer nehmen nur das Nötigste mit – dazu gehört selten ein High-End-Smartphone. Zu groß ist die Gefahr, dass das Schätzchen die Reise nicht überlebt. Um Kontakt zur Außenwelt zu halten, landet eher ein ausrangiertes Handy im Rucksack. Ein paar Apps für unterwegs wären natürlich trotzdem nicht schlecht, etwa Google Maps zur Navigation, der Opera-Browser zum Buchen der nächsten Unterkunft und ein bisschen Musik via Spotify und YouTube. Für Chats und um die spektakulärsten Bilder mit dem Rest der Welt teilen zu können, sollen womöglich auch Facebook, Instagram, Messenger, Skype und Twitter mit auf Reisen gehen.
Dem App-Genuss stehen aber böse Bremser im Weg – zum einen in Gestalt der Netzbandbreite. In Gefilden jenseits der Städte und passabler Netzabdeckung laden große Android-Apps sehr langsam oder brechen die Aktion mitten in der Anfrage ab. Mit Edge-Empfang hat der Nutzer wenig Glück bei Streaming und Downloads. Zum anderen können mangelnder Arbeits- und Flashspeicher betagter Smartphones App-Starts verhindern. Hier kommen kompakte Lite-Apps als vermeintliche Heilsbringer ins Spiel.
Sinnvolle Reduktion aufs Wesentliche
Die Funktionen der Apps beschränken sich auf das absolut Wesentliche. Zudem bringen sie weniger Einstellmöglichkeiten mit, oft fehlen Optionen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung oder Offline-Nutzung. Manche Lite-Apps sind als Progressive Web Apps angelegt und per Browser nutzbar – dann steht und fällt die angenehme Nutzung mit der Netzwerkverbindung. Aber sie belegen wenig Speicherplatz, was bei Google Maps Go mit knapp 300 KByte gegenüber der Maps-App mit 157 MByte schon nach der Installation ein klarer Vorteil ist – wenn man auf Finessen wie StreetView verzichten kann.
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