Sparkassen kaufen Online-Broker
Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband hat einen 90-prozentigen Anteil am bereits etablierten Internet-Broker Pulsiv.com ĂĽbernommen.
Statt einen eigenen Broker für ihre 578 Sparkassen aufzubauen, hat die Sparkassen-Finanzgruppe einen 90-prozentigen Anteil am bereits etablierten Internet-Broker Pulsiv.com übernommen. Die zersplitterten öffentlich-rechtlichen Institute hoffen so, die Absatzbewegungen von Kunden Richtung Direkt-Broker aufhalten zu können.
Geplant war der Marktstart mit einem einheitlichen Broker für Herbst 2001; nun wollen die Sparkassen bereits Ende Juli ins Brokerage-Geschäft einsteigen. Die Ziele sind hoch gesteckt: Zwar hat die Duisburger Pulsiv.com gerade mal 20.000 Kunden, aber mit dem Kauf der funktionierenden Infrastruktur streben die Sparkassen die Marktführerschaft im Internet-Wertpapierhandel an. Über den Kaufpreis herrscht Stillschweigen, doch dürfte er die 300-Millionen- Mark-Grenze, die für den Aufbau eines eigenen Brokers geplant waren, nicht überschritten haben. (ae)