Besuch im Microsoft Mixed Reality Studio für volumetrisches Video
Aus den Aufnahmen von 106 Kameras erstellt Microsoft aufwendige 3D-Scans. Wir haben uns das Studio in London für volumetrisches Video genauer angesehen.
Volumetrisches Video bringt bewegte Bilder in die dritte Dimension – und die Technik ans Limit. Im Microsoft Mixed Reality Studio fallen pro Minute Aufnahme 600 GByte Daten an.
Dass hier die Grenzen des technisch Machbaren erprobt werden, kann man von außen nicht sonderlich gut erkennen. In einem rumpeligen Industriegebiet am Londoner Stadtrand befindet sich das Dimension Studio, eines von weltweit drei sogenannten Microsoft Mixed Reality Studios für volumetrisches Video. Ich denke, ich hätte mich mit der Adresse vertan, als ich an Import-Export-Buden und Schweißerfirmen vorbeilaufe. Aber stimmt nicht. Neben einer unscheinbaren Fertigbau-Halle wartet Studiochef Yush Kalia und lacht. Er scheint verwirrte Besucher gewöhnt zu sein.
Die Stage: Ein Zylinder mit 106 Kameras
Neben den jeweils 53 Infrarot- und RGB-Kameras ist auch eine einsame GoPro installiert, die eine 2D-Vorschau erzeugt.
Drinnen sieht es schon deutlich edler aus: weiße Ledersofas, gedämpftes Licht – und ein riesiger runder Raum mit Vorhängen an den Seiten. Das ist die Stage, das Herzstück des Studios. Jeweils 53 RGB- und Infrarot-Kameras sowie acht Richtrohrmikrofone fangen in einem Zylinder mit einem Durchmesser von 2,8 Metern und einer Höhe von 2,5 Metern volumetrisches Video und Ton ein, also bewegte 3D-Scans von Menschen, Tieren und was auch immer.
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