Günstige Prozessoren für Office- und Multimedia-PCs
Ein sparsamer Billig-Prozessor reicht oft für Büro-Computer und Media-Center-PCs aus. Doch wo liegt die Grenze nach unten?
Briefe schreiben, einfache Tabellen erstellen oder kleine Gewinn- und Verlustrechnungen aufstellen – das stemmen selbst die Einsteigermodelle der Büro-Computer seit Jahren mit links. Schwieriger wird es für die Office-PCs, wenn Sie im Web surfen oder Videos abspielen möchten: Eingebettete und aktive Elemente auf Websites belasten den Rechner genauso wie aufwendigere Video-Codecs, etwa HEVC/H.265 (Netflix) oder VP9 (YouTube). Doch moderne Prozessoren integrieren Spezialschaltkreise, die genau diese Videofunktionen quasi nebenher verarbeiten können.
Wer den richtigen Billig-Prozessor wählt, bekommt ausreichende Office- und Videofunktionen für wenig Geld. Hinzukommt, dass solche sparsamen Prozessoren dank kompakter Kühler in besonders kleine Gehäuse passen und in einigen Fällen sogar ganze ohne Lüfter auskommen. Aus dieser Gattung vergleichen wir Intels Pentium Silver J5005, den es nur festverlötet wie im NUC7PJYH-Barebone gibt, mit dem Pentium Gold 5400 (ab 25 €) und AMDs Ryzen 3 2200G. Zu den beiden letzteren müssen Sie neben Arbeits- und Massenspeicher sowie Betriebssystem auch Mainboard, Gehäuse und Netzteil in die Kalkulation einbeziehen.
NUC7CJYH Barebone oder als Komplettsystem mit Windows 10
Zu den kompaktesten Rechnern gehören Intels NUCs (Next Unit of Computing), die man als Barebone kauft. Für ein lauffähiges System muss der Nutzer noch Arbeitsspeicher im SO-DIMM-Format, Festplatte oder SSD sowie ein Betriebssystem hinzurechnen – letzteres ist etwa mit einer Linux-Version auch gratis zu haben. Ein externes Netzteil liegt bereits im Karton, ein SD-Kartenleser ist im Gehäuse integriert. Die aktuellen NUC-Versionen hören in der Billig-Variante auf den Codenamen June Canyon. Sie arbeiten mit System-on-Chips der Gemini-Lake-Generation wie Dual-Core Celeron J4005 oder dem Quad-Core Pentium J5005. Das NUC7CJYH mit Zweikernprozessor ist ab rund 110 Euro erhältlich. Es betreibt via HDMI 2.0 zwei 4K-Displays mit ergonomischen 60 Hertz und stellt einen HEVC-/VP9-kodierten Videostrom ruckelfrei dar.
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