Erste Schritte mit dem Texteditor Vim
Textbasierte Editoren wie Vim funktionieren problemlos in der Shell, sind schnell, effizient und praktisch. Unsere EinfĂĽhrung gibt Tipps fĂĽr die Arbeit mit Vim.
- Merlin Schumacher
Jeder, der schon mal eine Linux-Distribution verwendet hat, kennt ihn: Vim. Der Texteditor eignet sich optimal zum Bearbeiten von Konfigurationsdateien – die Basics sollte also jeder Unix- oder Linux-Benutzer drauf haben. Hinter Vim versteckt sich, trotz seiner altbackenen Anmutung, ein moderner Editor, der nicht nur Standards wie Syntaxhervorhebung beherrscht, sondern auch geskriptet werden kann und mit Plug-ins typische IDE-Funktionen wie automatische Code-Vervollständigung lernt.
Erste Hilfe …
Sollten Sie wider Willen in Vim (oder Vi) gelandet sein und Angst haben, dass Sie gleich eine wichtige Konfigurationsdatei beschädigen, gehen Sie wie folgt vor: Drücken Sie ein paar Mal Escape. Anschließend geben Sie :q! ein. Nach dem abschließenden Betätigen der Eingabetaste sollte Vim endgültig aufgeben.
Der kostenlose Vim ist eigentlich ein Klon des ebenfalls kostenlos herunterladbaren Ur-Unix-Editors Vi, der vieles besser machen soll als das Original. Vim ist eine Verkürzung von Vi IMproved. Den ursprünglichen Vi trifft man aber nur noch selten an: Es ist völlig egal, ob Sie bei einer modernen Linux-Distribution oder macOS vi oder vim eintippen. Sie bekommen immer Vim vorgesetzt, nur ist er meist durch Konfigurationsvorgaben etwas beschnitten, um dem echten Vi ähnlicher zu sein. Da Vim von der Bedienung her quasi identisch ist, darüber hinaus mehr Funktionen mitbringt und sich flexibler einsetzen lässt, bekommt er immer den Vorzug.
Klein anfangen
Für den Einstieg in Vim sollte man ein simples Programmier- oder Schreibprojekt wählen. Etwas, bei dem man nicht viel kaputt machen kann und außer dem Umgang mit Vim nicht viel lernen muss. Basteln Sie also lieber in Ihrer Lieblingsprogrammiersprache eine Kleinigkeit zusammen, als dass Sie mit dem noch unbekannten Vim gleich auf ein neues Software-Framework losgehen. Das senkt den Frustrationsfaktor ungemein.
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