Krach bei Compaq: Betriebsräten Kündigung angedroht
Der PC-Hersteller Compaq hat im Zusammenhang mit angekündigtem Stellenabbau in Europa Betriebsräte des Unternehmens abgemahnt und ihnen mit Kündigung gedroht.
Der PC-Hersteller Compaq hat im Zusammenhang mit dem angekündigten Abbau von 1750 Stellen in Europa Betriebsräte des Unternehmens abgemahnt und ihnen mit Kündigung gedroht. Dies teilte der Vorsitzende des europäischen Betriebsrates der Firma, Christian Brunkhorst, in München mit. In einer E-Mail habe der Betriebsrat die Stellenabbaupläne des Unternehmens kritisiert. Compaq wiederum habe als Grund für die Abmahnungen unter anderem angegeben, in dem Schreiben seien vertrauliche Informationen weitergegeben worden. Das Unternehmen selbst wollte zu den Vorwürfen keine Stellungnahme abgeben.
Vertrauliche Informationen seien zu keinem Zeitpunkt bekannt gemacht worden, sagte Brunkhorst. "Dieser Vorwurf ist geradezu lächerlich." Die Abmahnungen seien ein Versuch, die Arbeit des Betriebsrates zu behindern und die 20 Unterzeichner der Stellungnahme "mundtot" zu machen. Korrekt sei jedoch der Vorwurf gewesen, dass es den Betriebsräten nicht gestattet gewesen sei, das firmeninterne E-Mailsystem für Mitteilungen an die Belegschaft zu nutzen. In diesem Punkt habe der Betriebsrat gegen die Verträge in einigen Ländern verstoßen, um die Belegschaft schnellstmöglich zu erreichen. (dpa) / (kav)