Landesrundfunkanstalt strebt Netzwerk zur Medienerziehung an

Viele Eltern fĂĽhlten sich wegen der Entwicklung der Medien ĂĽberfordert, den Umgang ihrer Kinder mit Fernsehen, Computer oder Handy zu steuern.

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  • dpa

Ein landesweites Netzwerk zur Medienerziehung von Kindern möchte die nordrhein-westfälische Landesanstalt für Rundfunk (LfR) knüpfen. Mit dem Kooperationsmodell wolle man vor allem Eltern den Zugang zu Erziehungshilfen in Sachen Fernsehen oder Internet erleichtern. Dies sagte der Vorsitzende der Rundfunkkommission, Wolfgang Hahn-Cremer, am heutigen Montag in Köln bei der Vorstellung der LfR-Studie Förderung kindlicher Medienkompetenz durch die Eltern. Bislang gebe es allerdings noch keine konkreten Pläne, wann und in welcher Form das Netzwerk gestartet werden solle.

Laut LfR-Studie fühlen sich viele Mütter und Väter wegen der rasanten Entwicklung der Medien überfordert, den Umgang ihrer Kinder mit Fernsehen, Computer oder Handy zu steuern. Dabei seien vielen Eltern die ausreichend vorhandenen Erziehungskonzepte nicht bekannt. Das angedachte Netzwerk könne eine Informations-Offensive der einzelnen Einrichtungen zur Erwachsenenbildung landesweit koordinieren.

Dazu gehörten unter anderem die direkte Verbreitung von Material an Kindergärten und Schulen oder die Ausstrahlung von Werbespots. Zudem werde bis zum Sommer ein "Internet-ABC" angeboten, das Kindern und Eltern ein kreatives und gefährdungsfreies Surfen im weltweiten Netz ermöglichen solle. (dpa) / (jk)