Mit Cakewalk kostenlos Musik produzieren
Mit Freeware konnte man bisher nur sehr eingeschränkt Musik produzieren. Die kostenlose Software Cakewalk genügt aber sogar professionellen Ansprüchen.
Die US-Firma Cakewalk verkaufte bis vor kurzem ihre Digital Audio Workstation (DAW) Sonar je nach Ausstattung zu Preisen zwischen 90 bis 400 Euro. Doch nachdem die Mutterfirma Gibson den in Boston ansässigen Entwickler an das Start-up Bandlab veräußerte, bekommt man Sonar nun unter dem Namen Cakewalk kostenlos. Neben einem Sequencer für beliebig viele MIDI- und Audio-Spuren beherbergt es ein üppig ausgestattetes virtuelles Mischpult, mit dem man komplette Songs produziert – was fehlt, rüstet man per Plug-in (VST 2/3) nach. Man findet in Bandlab fast 50 Pakete mit freien Audio-Loops verschiedener Stilrichtungen, die man einfach per Drag & Drop auf die Audiospuren von Cakewalk zieht.
Datensammeln abstellen
Bandlab nimmt sich in den Nutzungsbedingungen allerdings heraus, vom Anwender nahezu beliebige Daten zu sammeln und mit diesen frei zu handeln. Deshalb sollte man sich beim Dienst mit einer anonymen E-Mail-Adresse anmelden (beispielsweise von byom.de) und den Account nach der Installation von Cakewalk nicht weiter verwenden. Denn Cakewalk läuft unter Windows auch offline, unabhängig vom Bandlab-Netzwerk. Im Setup von Cakewalk wählt man unter "Analytics" den Punkt "I don’t want to participate at all", wenn man nicht will, dass Cakewalk Nutzungsdaten an den Hersteller sendet.
Praktisches Fenster-Management
Das Grundprogramm von Sonar ist in Cakewalk erhalten geblieben, lediglich einige lizenzpflichtige Zusatzfunktionen wie beispielsweise Melodyne wurden entfernt. Die wichtigsten Elemente vom Arranger über die Sequencer-Steuerung bis zum Mixer sind in Fenstern nebeneinander auf einem Bildschirm angeordnet. Jedes Fenster lässt sich abdocken und auf einen zweiten Bildschirm verschieben.
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