Internet-Studie: Jedes fünfte Kind wird sexuell belästigt
Rund 19 Prozent der amerikanischen Heranwachsenden, die regelmäßig surfen, waren im vergangenen halben Jahr mit ungewollten sexuellen Angeboten im Internet konfrontiert.
Neunzehn Prozent der US-amerikanischen Kinder, die regelmäßig im Web surfen, sind im vergangenen halben Jahr mindestens einmal im Internet sexuell belästigt worden. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Universität von New Hampshire im Auftrag des US-Kongresses durchgeführt hat und die heute im Journal of the American Medical Association veröffentlicht wurde.
Die Autoren befragten dabei telefonisch 1501 Heranwachsende zwischen 10 und 17 Jahren. Dabei gab rund ein Fünftel die Befragten an, im vergangegen halben Jahr per E-Mail oder in Chat-Rooms von Fremden in Konversationen über Sex verstrickt oder zu sexuellen Handlungen überredet worden zu sein. Ein Viertel litt danach unter Angst. Besonders betroffen von Belästigungen sind der Studie zufolge Mädchen, ältere Teenager, Chat-Room-Teilnehmer und Heranwachsende, die häufig das Internet benutzen. Nur 10 Prozent der Vorfälle seien der Polizei gemeldet worden.
In Deutschland sind nach Angaben des Kinderschutzbundes Studien zu diesem Problem noch unbekannt. "Bisweilen hört man von solchen Fällen. Es wird Zeit, dass hier belastbare Fakten auf den Tisch kommen", sagte Kinderbund-Geschäftsführer Walter Wilken gegenüber heise online. (thd)