Hongkong verschärft Urheberschutz-Gesetze

Vor dem Hintergrund der überbordenden Piraterie an geistigem Eigentum verschärft die Hongkonger Regierung ihre Urheberschutz-Gesetze.

vorlesen Druckansicht 14 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Dr. Klaus Peeck

Vor dem Hintergrund der überbordenden Piraterie an geistigem Eigentum verschärft die Hongkonger Regierung ihre Urheberschutz-Gesetze. Angeblich sollen 50 Prozent der in Hongkong eingesetzten Software Raubkopien sein. War es früher lediglich verboten, mit illegaler Software zu handeln, wird nach einer Meldung des Wall Street Journal ab dem 1. April jegliche Benutzung unautorisierten Materials unter Strafe gestellt.

Hongkonger Rechtsanwälte sehen in dem Gesetzesvorstoß im Sinne der Softwareproduzenten einen großen Fortschritt. Derzeit gehe man davon aus, dass die Hälfte der in Hongkong genutzten Software unautorisiert sei. Da aber die Hongkonger Geschäftswelt als besonders gesetzestreu gelte, sei im Zuge der Strafbewehrung mit einer signifikanten Verbesserung der Lage zu rechnen. Weniger deutlich würden die Effekte bei den privaten Nutzern sein, da das besonders preissensible Verhalten der Hongkonger Bevölkerung deren Hemmschwelle für den Einsatz unautorisierter Produkte herabsetze.

Weitgehend ungelöst werde auch das Problem der Softwarepiraterie durch die organisierte Kriminalität bleiben, die über entsprechendes technisches Equipment in quasi industriellem Maßstab verfüge. (klp)