Bessere Qualität beim Telefonieren übers Internet

Einer Forschergruppe in Großbritannien ist es gelungen, den Grundstein für eine Verbesserung beim Telefonieren über das Internet zu setzen.

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Von
  • Daniel Lüders

Einer Forschergruppe der Firma PsyTechnics in Großbritannien ist es gelungen, den Grundstein für eine Verbesserung in der Sprachqualität beim Telefonieren über das Internet zu legen. Das Problem bei der Übertragung von Sprache über das Netz ist immer noch, daß im Unterschied zum "normalen" Datentransfer ein kontinuierlicher Datenstrom erzeugt werden muss, um eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten. Reisst der Datenstrom ab, muss ein herkömmliches Programm für Voice-over-IP (VoIP) wie Microsofts Netmeeting nach alternativen Netzwerkressourcen suchen oder aber die Datenrate des Stromes verringern, was wiederum zu Qualitätseinbußen führt.

Das System des PsyTechnics-Teams orientiert sich am psychoakustischen Modell der menschlichen Wahrnehmung. Das Team ist davon ausgegangen, dass eine Steigerung der Sprachqualität beim Menschen nicht immer mit der Auflösung der Audiosignale, sondern vielmehr mit der Art der gehörten Geräusche zu tun hat. So erscheint einem Menschen das Geräusch eines Presslufthammers oft lauter als das eines lachenden Babys, auch wenn beides messtechnisch dieselbe Lautstärke aufweist. Durch langjährige Tests mit Probanden haben die Wissenschaftler versucht, dieses psychoakustische Modell für Internet-Telefonie in einem Computerprogramm abzubilden.

Für die Zukunft stellt man sich bei PsyTechnics vor, Programme zur Internet-Telefonie zu entwickeln, die die Netzkapazitäten noch effizienter ausnutzen. So soll solch ein Programm nur noch dann rechtzeitig für neue Netzwerkressourcen sorgen, wenn die tatsächlich wahrgenommene Sprachqualität sinkt. (dal)