Embedded-Linux-Spezialist will Berliner convergence kaufen

Lineo, einer der wichtigen Mitspieler im Embedded-Linux-Geschäft, will convergence kaufen, einen Spezialisten für digitales Fernsehen auf Linux-Basis.

vorlesen Druckansicht 6 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Oliver Diedrich

Lineo, einer der wichtigen Mitspieler im Embedded-Linux-Geschäft, will convergence integrated media kaufen. Die beiden Unternehmen haben eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet; weitere Details wurden bislang nicht bekannt.

Convergence ist ein weltweit führender Spezialist für digitales Fernsehen auf Linux-Basis. Bereits auf der letztjährigen CeBIT präsentierte die Berliner Firma einen DVD-Player, einen digitalen Videorecorder und eine Settop-Box, die auf dem freien Betriebssystem aufsetzen. Auch an der Entwicklung der letzten Herbst vorgestellten Settop-Box von Nokia war convergence beteiligt. Das Unternehmen setzt dabei auf offene Standards wie MHP (Multimedia Home Platform) und das Open-Source-System LinuxTV.

Aus dem Zusammenschluss sollen Komplettlösungen zur Produktion interaktiver Multimediasysteme für Privathaushalte hervorgehen, die digitales Fernsehen mit Zusatzgeräten und Hochgeschwindigkeitszugängen zum Internet kombinieren. Analysten erwarten in den nächsten Jahren ein rasantes Wachstum in diesem Markt. Lineo und convergence wollen dabei keine fertigen Geräte liefern, sondern sich auf die Software beschränken. Man sei bereits im Gespräch mit verschiedenen Hardware-Herstellern, hieß es dazu von convergence; noch dieses Jahr rechne man mit ersten Geräten, die mit convergence-Software laufen.

Die Pläne der beiden Firmen sind hochgesteckt: Bryan Sparks, CEO bei Lineo, erklärte, sein Unternehmen beabsichtige, die "erste und einzige treibende Kraft auf dem Markt des integrierten digitalen Fernsehens auf Linux-Basis zu werden". Digitales Fernsehen soll dabei zu einer zentralen Säule im Angebot des Embedded-Linux-Spzialisten werden. (odi)