Rechtliche Knackpunkte bei Blockchain-basierten Smart Contracts
Verträge in der Blockchain sollen schnell und besonders sicher sein. Jedoch werfen mögliche Anwendungen etliche Rechtsfragen auf.
- Tobias Haar
Im Rahmen der digitalen Transformation sind außer technischen und gesellschaftlichen Fragen auch rechtliche Aspekte zu betrachten. So sind im Zusammenhang mit Blockchains auch sogenannte Smart Contracts entwickelt worden. Das sind digitale Verträge, die sich selbst durchsetzen und ein Mensch nicht mehr überprüfen muss. Sie bilden die Vertragslogik technisch ab und unterstützen die Abwicklung. Das macht sie schnell, effizient und aufgrund geringer Transaktionskosten auch günstig. Zudem sind sie, weil Blockchain-basiert und somit kryptografisch abgesichert, weitgehend vor Betrug und Fälschungen gefeit.
FĂĽr wiederkehrende Transaktionen geeignet
Eine automatische Abwicklung von Verträgen bietet sich (vorerst) nur bei sich wiederholenden Rechtsgeschäften an, die grundsätzlich automatisiert werden können. Smart Contracts werden sich daher zunächst nur im Bereich von Standardvorgängen wiederfinden. Das ist mit ein Grund, warum Banken und Versicherungen Smart-Contract-Ansätze diskutieren und erproben.
Kritiker monieren, dass es bei komplexeren Transaktionen nicht möglich ist, alle etwaigen Leistungsstörungen, beispielsweise Gewährleistungssituationen, im Programmcode zu hinterlegen. Für solche Fälle muss es Kontrollinstanzen wie Gerichte geben, die entscheiden. Staatliche Gerichte brauchen dafür allerdings üblicherweise Sachverständige, um die in den Smart Contracts hinterlegten Vorgaben auszuwerten und vor Gericht zu erläutern.
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