Kolumne: Wenn man sich auf andere verlässt…

Wer einen Cloud-Dienstleister beauftragt, kann darauf vertrauen, dass seine Daten und Prozesse in guten Händen sind. Theoretisch.

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Kolumne: Wenn man sich auf andere verlässt…
Lesezeit: 6 Min.
Von
  • David Fuhr

Gute Beratung beruht zu 33 % darauf, die besten Vorlagen zu haben. Neulich fragte ein Kollege nach Templates für SLAs (Service Level Agreements) für den Cloud-Dienstleister in spe eines Kunden. "Es geht um Security-SLAs, nicht einfach nur 99,999 % Verfügbarkeit!"

Ich wollte gerade zu einer Deep-Learning-gepowerten Suche im jederzeit perfekt gepflegten Wissensmanagementsystem (aka Google) ansetzen, da kam mir die E-Mail eines sehr erfahrenen Kollegen zuvor: "Wenn Cloud, dann kümmert man sich doch nicht mehr um diese Details – außer man ist der Cloud-Dienstleister selbst." Als Kunde interessiere mich dann nur noch x,x % Verfügbarkeit, maximale Ausfallzeit am Stück (zum Beispiel einmal pro Tag 15 Minuten), RTO (Dienst- und Datenwiederherstellung) 15 Minuten ab Ausfall, volle Haftung (auch für Umsatzausfälle), Pönalen, also Vertragsstrafen, in Höhe von x Euro pro Minute. Dafür sei das ja eben "Cloud" und nicht "Blechmiete + Managed OS + Managed Tomcat + Managed NetWeaver + Managed Webshop-on-NetWeaver + Monitoring + Remote Hands + …".

Einerseits: Recht hat er! Schon zu Beginn des großen Cloud-Hypes 2008 hat James Governor in 15 Ways to Tell It’s Not Cloud Computing Ausschlussregeln mit Ewigkeitscharakter formuliert, was (nicht) als Cloud gelten kann: "If you need to send a 40 page requirements document to the vendor then … it’s not a cloud".

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