Hotmail und die Lizenz zum Spammen
Angeblich geschützte E-Mail-Adressen bei Hotmail gelangen in öffentlich zugängliche Internet-Verzeichnisse.
Wie heute bekannt wurde, gelangen geschützte E-Mail-Adressen bei Microsofts Freemailer Hotmail in öffentlich zugängliche Internet-Verzeichnisse. Das Anmeldeformular für E-Mail-Accounts bei Hotmail ist standardmäßig so eingerichtet, dass der Eintrag automatisch erfolgt. Hotmail erläutert dazu: "Der Nutzer wird in einem oder mehreren E-Mail-Verzeichnissen im Internet aufgeführt, sodass andere nach Ihrer E-Mail-Adresse suchen und Ihnen Nachrichten senden können. Alle weiteren Angaben zu Ihrer Person werden vertraulich behandelt."
Tatsächlich landen die Angaben bei Infospace.com, wo es mit geringem Aufwand möglich ist, die Adressen in größeren Mengen einzusammeln. Die für Hotmail zuständige Microsoft-Sprecherin Sarah Lefko betrachtet den automatischen Eintrag als einen Kundendienst. Ein Verstoß gegen die eigene Privacy Policy liege nicht vor, weil gesagt werde, was mit den Daten geschehe und den Kunden eine Opt-Out-Möglichkeit offen stünde. (fro)