Die All-Machtsfantasie
Mit der Space Force will die US-Regierung eine neue Militäreinheit für Weltraumkriege etablieren. Dabei hat die Aufrüstung im All längst begonnen.
- Alexander Stirn
Weltraumkrieger, die mit Laserwaffen auf andere Weltraumkrieger zielen. Raumschiffe, die sich mit ihren Photonentorpedos gegenseitig in die Luft jagen. Killersatelliten, vielleicht sogar Todessterne, die aus dem All die Erde ins Visier nehmen. Die Fantasie kannte wenig Grenzen, als US-Präsident Donald Trump ankündigte, erstmals seit 70 Jahren wieder eine neue Teilstreitkraft des US-Militärs zu schaffen – die Space Force.
Space Force fĂĽr einen Krieg der Sterne
Und meist war die Fantasie angetrieben von Spott, wie viele der Logos zeigen, die schon kurz nach der Ankündigung im Netz zu finden waren. Und tatsächlich kann man den Plan als Machogehabe sehen, man kann darauf verweisen, dass der US-Kongress noch zustimmen muss – was keinesfalls sicher ist. Aber eines sollte man nicht tun: ihn für Spinnerei halten. Denn die Aufrüstung des Alls ist längst im Gang – ob mit oder ohne Space Force.
Im Weltraum kreist Infrastruktur, die für das Funktionieren moderner Gesellschaften von immenser Bedeutung ist. Ohne die derzeit 1200 aktiven Satelliten gäbe es kein Navigationssystem, kein Internet, keine Flugverbindung. Aber nicht nur für den Alltag der Menschen, "auch für das US-Militär ist der Weltraum eine wichtige Voraussetzung", sagt Todd Harrison, Direktor für Luft- und Raumfahrtsicherheit beim amerikanischen Center for Strategic and International Studies.
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