Prometheus-Tutorial, Teil 3: Skalieren und effektiv einsetzen

Wenn das Monitoring-Tool Prometheus an seine Grenzen kommt, bändigen die richtigen Erweiterungen den Datenfluss. Wir stellen die wichtigsten vor.

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Prometheus-Tutorial, Teil 3: Skalieren und effektiv einsetzen

Cort, Cornelis (1533–1578). Tityus Punished in Hell/Prometheus. 1566.

(Bild: MET)

Lesezeit: 21 Min.
Von
  • Martin Loschwitz
Inhaltsverzeichnis

Spätestens, wenn das Open-Source-Monitoring-System Prometheus unter der Last der in ihm abgelegten Metrikdaten zu stöhnen beginnt, ist guter Rat teuer: Wie skaliert man Prometheus sinnvoll, welche Fallstricke gilt es zu beachten und welche Lösungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung? Dieser dritte und letzte Teil des Tutorials ist ein Potpourri verschiedener Tipps und Hinweise, die großteils aus der direkten betrieblichen Erfahrung des Autors stammen.

Der erste Rat direkt aus dem Alltag bezieht sich auf den Node Exporter, der als Komponente quasi zu Prometheus gehört – auch wenn er separat vom eigentlichen Monitoring-Tool entwickelt wird. Zur Erinnerung: Prometheus ist nach dem Prinzip konstruiert, dass das MAT-Paket (Monitoring, Alerting und Trending) Metrikdaten direkt auf den Zielsystemen einsammelt. Auf Letzteren laufen dazu die Agenten, die im Prometheus-Sprech "Exporter" heißen: Sie sammeln die Metrikdaten lokal ein und stellen sie über eine API nach dem REST-Prinzip zum Download bereit. Die laufende Prometheus-Instanz verfügt im Gegenzug über ein jederzeit aktuelles Verzeichnis aller Exporter auf den Zielsystemen und fragt diese reihum ab. Am Ende hat Prometheus (Download) die Metrikdaten aller Zielsysteme.

Der bekannteste Vertreter im Prometheus-Universum ist der Prometheus Node Exporter. Er sammelt elementare Metriken wie die RAM-Nutzung, die anliegende CPU-Last oder den Füllstand der Festplatten des Systems. Weil er modular aufgebaut ist, erfasst er aber auch ausgefallene Metrikdaten, etwa über das DRBD-Plug-in. Das Funktionsschema ist stets dasselbe: Per Konfigurationsdatei legt der Admin fest, welche Plug-ins der Node Exporter grundsätzlich aufzeichnen soll. Man sollte immer nur die Daten sammeln, die auf dem System tatsächlich anfallen. Es ist etwa völlig sinnlos, DRBD-Metriken auf Systemen zu erfassen, die gar kein DRBD haben. Davon abgesehen funktioniert das Prinzip aber super. Weil Prometheus beim Einsammeln von Metrikdaten – dem "Scraping" – stets alle Daten eines Exporters holt, fällt auf der Prometheus-Seite auch kein zusätzlicher Aufwand an.

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