Warm-up in Australien: 3G-Lizenz-Auktion vor dem Start
Trotz Kartellbedenken soll die Versteigerung der Lizenzen für die dritte Mobilfunkgeneration wie geplant nächste Woche beginnen.
In Australien wird die Versteigerung der Frequenzen für die dritte Mobilfunk-Generation (3G) wie geplant am 15. März beginnen. Premierminister John Howard hält damit trotz deutlich nach unten korrigierter Erlös-Prognosen weiterhin an einem Zeitplan fest, der die 3G-Inbetriebnahme in Australien für Oktober 2002 vorsieht. Insgesamt sieben nationale und internationale Telecom-Unternehmen haben sich zum Versteigerungs-Marathon um die 15-Jahres-Lizenzen angemeldet, darunter auch die beiden britischen Mobilfunk-Anbieter Vodafone und Cable & Wireless mit ihren australischen Ablegern Vodafone Pacific und Optus.
Obwohl die Lizenz-Auktion nach Ansicht von Analysten nicht einmal die Hälfte der ursprünglich eingeplanten 2,6 Milliarden Australischen Dollar (2,9 Milliarden Mark) in die Regierungskassen spülen wird, weigert sich Premier Howard im Wahljahr 2001 hartnäckig, den Versteigerungstermin zu verschieben. Auch kartellrechtliche Bedenken zur geplanten Übernahme der Cable & Wireless-Tochter Optus durch Vodafone oder Telecom New Zealand, einem weiteren Lizenzbewerber, lassen Howard derzeit kalt. Schon früh hatte die konservative Regierungskoalition den Wählern Steuersenkungen versprochen, die aus dem Erlös der Mobilfunklizenzen finanziert werden sollen. Dem Vernehmen nach soll alles, was über einen Mindesterlös von einer Milliarde Australischer Dollar hinausgeht, der Regierung mittlerweile recht sein. (pmz)