Nano-Elektronik bei Zimmertemperatur

Japanische Wissenschaftler wollen noch in diesem Jahr erste funktionierende nanoelektronische Schaltkreise vorstellen, die bei Zimmertemperatur funktionieren.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Japanische Wissenschaftler wollen noch in diesem Jahr erste funktionierende nanoelektronische Schaltkreise vorstellen, die bei Zimmertemperatur funktionieren. Die in den letzten Jahren von verschiedensten Forschern vorgestellten Ein-Elektronen-Transistoren funktionieren nur bei sehr viel tieferen Temperaturen um die 25 Kelvin (-248°C).

Masakazu Aono und seine Kollegen zeigten sich gegenüber dem Fachblatt EETIMES davon überzeugt, dass sie noch in diesem Frühjahr oder Sommer eine bei Zimmertemperatur funktionierende nanoelektronische Schaltung vorweisen können: Die japanischen Forscher arbeiten mit Polydiacetylen-Molekülen und Silber-Clustern. Die 500 Atome umfassenenden Cluster liegen in kleinen Vertiefungen auf einer Graphit-Unterlage; im Abstand von etwa vier Nanometern laufen drei Polydiacetylen-Drähte auf den Cluster zu. Legt man eine Spannung an den "Gatter-Draht" sperrt der Transistor; ohne Spannung tunneln Elektronen vom Source- über den Cluster zum Drain-Draht. Um gezielt Schaltungen herstellen zu können, müssen die Wissenschaftler allerdings noch lernen, wie man die Silber-Cluster gezielt auf der Graphit-Unterlage anordnet. (wst)