Vor dem großen Knall: Wie Pyrotechniker Großfeuerwerke vorbereiten
Eine Minute Großfeuerwerk erfordert bis zu zwei Tage Vorarbeit am PC. Wir haben Pyrotechnikern über die Schulter geschaut, wie Sie das Spektakel planen.
- Lea Lang
Ein Pfeifen, kurze Stille und dann ein Knall, ein leuchtender Farbregen geht nieder – so nimmt das Publikum eine Bombe eines Großfeuerwerks wahr. An einem Abend können Tausende dieser spektakulären Feuerwerkskörper zum Einsatz kommen, die etwa große Blumen an den Himmel malen oder den Nachthimmel mit Silberschauern erhellen.
Ohne eine sehr kleinteilige elektronische Steuerung wäre ein Großfeuerwerk nicht durchführbar. Schließlich kommt es darauf an, die Bomben auf Sekundenbruchteile genau auszulösen, damit die knallenden Effekte passend zum Takt der Begleitmusik losgehen. Die Planung eines solchen Gesamtkunstwerks beginnt oft bereits Monate vor dem Feuerwerk – und zwar am PC.
Vorbereitung mit technischer Zeichnung
Mit einer Spezialsoftware legt der Feuerwerker dazu zunächst einmal ein Abbild des Veranstaltungsortes an. Karten der Umgebung inklusive der Bauwerke importiert der Feuerwerker oder er zeichnet sie selbst, um später eine ortsgenaue Vorschau seines Werks zu haben. Dann gestaltet er seine Show. Wie in einem CAD-Programm zieht er die gewünschten Abschussmarkierungen auf eine Leinwand – zunächst zweidimensional in der Ansicht der Zuschauer. Im Hintergrund legt die Software dabei ein sogenanntes Rack-Layout an, also eine Darstellung des Abbrennplatzes aus der Vogelperspektive mit den Abschusspositionen und den darauf liegenden Racks. Bei letzteren handelt es sich um die Halterungen mit den Abschussrohren für die Bomben.
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