Tele Atlas präsentiert Navigationskarten für Fußgänger

Künftig sollen Navigationssysteme nicht mehr nur den Weg mit dem Auto, sondern auch die letzten Meter zu Fuß weisen. Tele Atlas entwickelt momentan entsprechende Karten, die auch für Fußgänger geeignet sind

vorlesen Druckansicht
630 x 420 20857_1202828575427.jpg
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • mn

Gent (Belgien), 15. Februar 2008 – Alleine mit dem Auto in einer fremden Großstadt: In Zeiten von Navigationssystemen hat dieses Szenario seinen Schrecken verloren. Was ist aber, wenn ich vom Parkplatz den restlichen Weg zum Meeting oder ins Restaurant zu Fuß finden muss? Zwar gibt es bereits Navis mit Fußgängermodus, doch finden diese nicht immer die fußgängerfreundlichste Route. Der Grund: Bisher gab es keine speziellen Fußgänger-Karten.

Tele Atlas als einer der führenden Hersteller für digitales Kartenmaterial will nun den Navigator fürs Auto auch für die Fußgängernavigation nutzbar machen und präsentiert die ersten Demo-Karten speziell für Fußgänger. Der Unterschied zum bisher bekannten Fußgängermodus: Bei diesem werden Autobahnen, Schnellstraßen und Einbahnstraßenregelungen ignoriert und nur kleinere Straßen in die Routenführung einbezogen. Die neuen Karten hingegen sollen gezielte Informationen für Fußgänger bieten, Abkürzungen durch kleine Gassen ermöglichen oder den Weg zur nächsten U-Bahn-Station weisen.

Tele Atlas präsentiert Navigationskarten für Fußgänger (2 Bilder)

Herkömmliche Karten in Navis (Bild: Falk N220L Europe) zeigen nur Straßen für Autos an

Ziel ist es, sich künftig bei Reisen, die sowohl mit dem Auto als auch zu Fuß zurückgelegt werden, von Tür zu Tür navigieren zu lassen. Zu Beginn sollen Fußgängerkarten für 18 europäische Länder, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, erhältlich sein. Für 117 Städte in Europa stehen dann fußgängerspezifische Informationen und durchschnittlich rund 80 Kilometer entsprechend erfasster Wege zur Verfügung. Weitere Karten sind bereits in Planung. Ab Oktober 2008 will Tele Atlas seine Fußgänger-Karten anbieten, die Navi-Hersteller könnten ab diesem Zeitpunkt ihre Geräte entsprechend ausrüsten. (imp)