Software AG rechnet mit Umsatzplus von 50 Prozent

Trotz der vorausgesagten Rezession in den USA rechnet die deutsche Software AG mit einem Umsatz- und Gewinnzuwachs von ca. 50 Prozent in diesem Jahr.

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Von
  • Daniel LĂĽders

Trotz der vorausgesagten Rezession in den USA rechnet die deutsche Software AG mit einem Umsatz- und Gewinnzuwachs von ca. 50 Prozent in diesem Jahr. Die schlechten Nachrichten vom Branchenriesen Oracle habe der größte europäische Anbieter von Systemsoftware noch nicht zu spüren bekommen, betonte der Vorstandsvorsitzende Erwin Königs am Mittwoch.

Die ehrgeizigen Wachstumspläne begründete König auch mit einer neu entwickelten Plattform für den Internethandel zwischen Firmen. Der mit der neu entwickelten Datenbank Tamino erzielte Umsatz soll sich auf Grund dieses stark wachsenden Marktes im laufenden Jahr sogar verdreifachen. Der Optimismus in der Firma kommt sicher nicht von ungefähr, denn schon im Jahr 2000 stieg der Konzernumsatz von 366 Millionen Euro im Vorjahr auf 417 Millionen Euro. Dabei konnte der Gewinn mit 112,9 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt werden.

Zur CeBIT will der auf Datenbanken spezialisierte Softwareanbieter nun auch in den Markt der Endabnehmer vordringen. Dazu möchte man erstmals ein System vorstellen, mit dem Krankenschwestern und Pfleger im mobilen Einsatz ihre Leistungen für den Patienten direkt per Handy mit Krankenkassen und Leistungsträgern abrechnen können, was sonst mehrere Wochen in Anspruch nehmen soll. Da die neue Software auch für andere Dienstleister konfiguriert werden kann, erhofft sich der Konzern ein großes Stück vom Kuchen der mobilen Abrechnungssysteme abschneiden zu können. (dal)