Opel verkauft Neuwagen im Internet

Bis zu 11 Prozent billiger will Opel einige Sondermodelle in einem Pilotprojekt über das Internet verkaufen.

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Als erster Autohersteller in Deutschland will Opel vom 10. März bis zum 31. Juli dieses Jahres einige Sondermodelle exklusiv über das Internet vertreiben. Die Modelle der Typen Agila, Corsa, Astra, Vectra und Omega sollen 7 bis 11 Prozent billiger sein, als beim herkömmlichen Opel-Händler und zwischen 16.900 und 45.900 Mark kosten.

Autokaufinteressierte sollen mit wenigen Mausklicks ihr Traumauto aussuchen können. Gegen eine Anzahlung von 100 Mark wird der Wagen vorreserviert; ein Kundenberater von Opel vereinbart einen Termin beim nächsten Vertragshändler, wo auf Wunsch eine Probefahrt möglich ist und der endgültige Kaufvertrag unterschrieben wird. Von den bundesweit 930 Opel-Vertragshändlern beteiligen sich 875 an dem Webk@uf-Modellprojekt. Die Adam Opel AG will nach eigenen Angaben mit dem neuen Verkaufskonzept keinesfalls die Zusammenarbeit mit den Händlern ersetzen, sondern lediglich ein zusätzliches Angebot für die Kunden bereitstellen. Trotz der Preisnachlässe rechnet Vertriebsvorstand Andrej Barcak nur mit etwa 250 bis 300 verkauften Web-Autos bis Ende Juli.

Bereits im letzten Jahr hatte Ford in den USA den Verkauf von Neuwagen im Internet gestartet. Nach einer Studie von Cap Gemini Ernst & Young wollen sich jedoch zwar über die Hälfte der Autokäufer im Internet über Modelle und Preise informieren, zu einem Kauf waren jedoch nur 1,6 Prozent der Amerikaner bereit. In Deutschland konnten sich gar nur 0,7 Prozent der Befragten vorstellen, ihr Auto über das World Wide Web zu bestellen. (hag)