FBI: Gefährliche Online-Auktionen

In 64 Prozent aller Beschwerden wegen Betrugs im Internet in den USA geht es um Versteigerungen, gefolgt von nicht gelieferter Ware und Kreditkartenbetrug.

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Von
  • Frank Rohse

Auktionen sind in den USA der mit Abstand häufigste Anlass für Betrugsmeldungen beim Internet Fraud Complaint Center (IFCC). Das stellte die vom FBI und dem National White Collar Crime Center (NW3C) ins Leben gerufene Meldestelle für Internet-Betrug jetzt in ihren ersten Sechs-Monats-Bericht fest.

Mehr als 20.000 Beschwerden waren eingegangen. In 64 Prozent der Fälle ging es um Ärger mit Versteigerungen, 22 Prozent hatten Ware bezahlt, die aber nicht geliefert wurde, nur rund fünf Prozent beklagten den Missbrauch ihrer Kreditkarte. Bei fast 36 Prozent der Beschwerden ging es um einen Wert von 100 bis 499 US-Dollar, in 30 Prozent der Fälle lag der Wert unter 100 Dollar. Ein Viertel der gemeldeten Fälle wurde als Betrug im Sinne des Gesetzes gewertet.

Es habe sich gezeigt, dass die Meldestelle im Internet wichtig sei und auch angenommen werde, stellte FBI-Direktor Louis Freeh fest. Die Opfer nutzten das Internet genauso für die Meldung anderer Straftaten. Die Ergebnisse machten deutlich, dass E-Business mittlerweile eine Dienstleistung sei, die täglich angenommen werde und auch in Zukunft nicht mehr wegzudenken sei, meint NWCCC-Vorstandsmitglied Denise Voigt Crawford: "Es ist nicht länger nur ein Schlagwort." Jetzt komme es darauf an, für die Rahmenbedingungen zu sorgen, in denen Konsumenten und Wirtschaft der gewählten Transaktionstechnologie vertrauen können. (fro)