ZF eröffnet Werk für Hybridmodule

ZF hat aam 7. Mai in Schweinfurt die erste Produktionsstätte Deutschlands zur Fertigung von Hybridantriebsmodulen eröffnet. Erste Serienanwendung für die „Dynastart“-Module ist die S-Klasse von Mercedes

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  • Gernot Goppelt

Schweinfurt, 7. Mai 2008 – Der ZF-Vorstandsvorsitzende Hans-Georg Härter und der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Michael Glos haben am 7. Mai in Schweinfurt die erste Produktionsstätte Deutschlands zur Fertigung von Hybridantriebsmodulen eröffnet. Die von ZF Sachs gefertigten Elektromotoren sind für den Einsatz in Parallelhybriden vorgesehen. Dabei lassen sich laut ZF Kraftstoffeinsparungen und Emissionssenkungen von bis zu 30 Prozent erzielen, je nachdem, ob das Fahrzeug mit einem Mild-Hybrid- oder einem Voll-Hybridantrieb ausgestattet wird.

Erster Kunde ist Mercedes-Benz
An seinem neuen Standort kann ZF Sachs Hybridmodule mit einer Leistung von 10 bis 100 kW und maximalen Drehmomenten zwischen 100 und 1000 Nm produzieren. Erster Kunde ist Mercedes-Benz. Der Stuttgarter Hersteller hatte Ende Februar den Mercedes S 400 BlueHybrid als Serienfahrzeug angekündigt und im April eine neue Dieselmotoren-Generation vorgestellt, die auch für Hybridkonzepte vorgesehen ist.

ZF eröffnet Werk für Hybridmodule (2 Bilder)

Die Elektromotoren mit 10 bis 100 kW werden direkt zwischen Motor und Getriebe auf der Kurbel- oder Getriebeeinganswelle montiert.

Klein und kostengünstig
ZF vertreibt die Hybridmodule unter dem Namen „Dynastart“. Das Modul lässt sich direkt zwischen Motor und Getriebe auf der Kurbel- oder Getriebeeinganswelle montieren und ermöglicht die „klassischen“ Hybridfunktionen wie Start-Stopp, Rekuperation in Schubphasen und natürlich die elektromotorische Unterstützung bei der Beschleunigung. Da bei Parallelhybrid im Unterschied zum leistungsverzweigten Hybrid nur ein Elektromotor Leistung in den Antriebsstrang einspeist, und dies parallel zum Verbrennungsmotor erfolgt, ist ein Hybridantrieb mit Dynastart laut ZF kostengünstiger und benötigt weniger Bauraum.

Acht Projekte in der Pipeline
Derzeit gibt es nach Angaben von ZF insgesamt acht Serienentwicklungsprojekte für vier Fahrzeughersteller, die zwischen 2008 und 2012 mit der Produktion starten. ZF plant den Serienanlauf zunächst mit einer Kapazität von insgesamt 35.000 Einheiten pro Jahr, die Produktionshalle kann jedoch auf einen jährlichen Ausstoß von 200.000 Einheiten erweitert werden. Die Serienfertigung soll im vierten Quartal 2008 aufgenommen werden. (ggo)