3D-Modeler Blender: Was Turnschuhe mit Hollywood-Filmen zu tun haben
Die freie 3D-Software Blender produziert Netflix-Filme und rendert Schuhmodelle fĂĽr Adidas. Vom kommerziellen Einsatz profitiert die Open-Source-Gemeinde enorm.
(Bild: ©2018 Blender Animation Studio, cloud.blender.org/spring)
- Gottfried Hofmann
Die kostenlose 3D-Software-Blender mischt in großen Filmproduktionen mit und inszeniert Sportartikel. Sie hat sich in einer Szene etabliert, in der Softwarepakete schon mal vierstellige Beträge kosten können – pro Jahr und Einzelplatz. Dabei überrascht die Open-Source-Anwendung auch noch mit einem Funktionsumfang, der den vieler kommerzieller Anbieter hinter sich lässt. Wie kann das sein?
Die Mischung machts: Ein offenes Entwicklerteam stößt auf eine kreative Branche, der Out-of-the-Box-Lösungen nur selten genügen. Filmstudios und Produktdesigner produzieren außer Terabytes an Pixeln längst auch jede Menge Codezeilen – egal ob sie nun Maya, Cinema 4D oder eben Blender favorisieren. Der Stoff, aus dem die Blender-Animationen sind, entsteht daher nicht nur in Wochenend- und Nachtschichten engagierter Freizeitentwickler, sondern auch im kommerziellen Umfeld.
Einige Anwender aus der Industrie fühlen sich dem Blender-Projekt so verpflichtet, dass sie ihre teils extrem ausgereiften und effizienten Funktionen einfach spenden – wovon sowohl die übrigen Nutzer als auch die Firmen selbst profitieren. Denn wenn eine hauseigene Entwicklung im Hauptzweig – dem sogenannten Trunk – landet, müssen die Firmen keine eigene Version des Codes mehr vorhalten und pflegen: Künftige Maintenance-Arbeiten werden auf mehrere Schultern verteilt. Häufig wollen die Unternehmen auf diese Weise auch Standards setzen und sich von externen Abhängigkeiten befreien.
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