SWR bringt Online-Tagebuch aus Palästina

Gesammelte persönliche Aufzeichnungen im Internet sollen vom Leben in den palästinensischen Autonomie-Gebieten erzählen.

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Von
  • Holger Dambeck

Berichte aus dem Alltag der Palästinenser liefert ab 17. April die Webseite das Radiosenders SWR2. Das Palästinensische Tagebuch soll ein umfassendes Bild vom Leben in den Autonomie-Gebieten ermöglichen. Journalisten, Publizisten, aber auch Menschen aus ganz anderen Berufen werden die Webseite nach und nach mit Einträgen über ihr Leben in Palästina füllen, erklärt der SWR das Vorhaben. Am Projekt ist auch die Heinrich-Böll-Stiftung beteiligt, die vom 16. April bis zum 5. Mai 2001 an der Universität Birzeit im Westjordanland ein Radiofeature-Seminar veranstaltet. Die Berichte und Texte der Seminarteilnehmer bilden die Grundlage für das "Palästinensische Tagebuch".

Das Online-Projekt möchte außerdem Interviews mit Zeitzeugen sammeln. Bis heute werden große Teile der palästinensischen Geschichte hauptsächlich mündlich tradiert. Das gilt auch für die Nakba, wie die Palästinenser ihre Flucht und Vertreibung nennen, die 1948 mit der Staatsgründung Israels einherging. Die Interviews können in arabischem Originalton angehört oder in einer deutschen Übersetzung gelesen werden. (hod)