Zwischenhoch bei Ericsson
Der krisengeschĂĽttelte schwedische Handyhersteller Ericsson befindet sich offenbar auf dem Weg zur Erholung.
Der krisengeschüttelte schwedische Handyhersteller Ericsson befindet sich offenbar auf dem Weg zur Erholung. Gemäß einem internen Bericht scheint das vor drei Monaten beschlossene Maßnahmenpaket zur Sanierung des Unternehmens bereits zu greifen. In den Bereichen Forschung und Entwicklung soll das Sparpotential sogar um 10 bis 15 Prozent größer sein als geplant.
Insgesamt will Ericsson bis Ende 2002 die Kosten um einen Viertel (gut 8 Milliarden Mark) senken. Im zweiten Quartal des laufenden Jahres wurde die Bezahlungsfrist für Kunden von durchschnittlich 116 auf 97 Tage gestrafft. Weiter kostensenkend wirkt sich auch die Reduktion der Lagerbestände im Umfang von umgerechnet 3,4 Milliarden Mark aus.
Diese Trendwende stärke die Position von Ericsson-CEO Kurt Hellström, schreibt die schwedische Zeitung Dagens Industri. Aus dem Bericht, der dem Blatt vorliegt, soll auch hervorgehen, dass Hellström die treibende Kraft hinter der sogenannten "Gruppe der 40" war. Dieser Ausschuss, bestehend aus Wirtschaftsprominenz wie etwa die ehemaligen Chefs von ABB und Compaq, Göran Lindahl und Eckhard Pfeiffer, ist für die Umsetzung der Sanierungsmassnahmen verantwortlich. Die Börse honorierte die positiven Meldungen mit höheren Notierungen. Am Freitag stieg die Ericsson Aktie an der Stockholmer Börse um 10 Prozent auf 52 Kronen. (Nick Lüthi) / (jk)