UMTS trotz hoher Kosten Zukunftsmarkt
Die immensen Kosten von immerhin 120 Milliarden Euro fĂĽr die UMTS-Lizenzen sollen kein Hindernis fĂĽr die Marktentwicklung des mobilen Internet darstellen.
Die immensen Kosten von immerhin 120 Milliarden Euro für die UMTS-Lizenzen sollen kein Hindernis für die Marktentwicklung des mobilen Internets darstellen. Dies geht aus einer neuen Studie von Durlacher Research hervor, die am heutigen Donnerstag in München vogestellt werden soll. Gemäß der Kernaussage sollen sich langfristig die Lizenzgebühren bezahlt machen, auch wenn erwartet wird, dass erst nach der vollständigen Etablierung von GPRS auch UMTS eine Chance haben wird. Dazu müsse noch intensiver am Netzausbau für GPRS gearbeitet werden, um die Kunden von der allgemeinen Akzeptanz des Netzes auf dem Markt zu überzeugen.
Sollte sich der Markt gemäß den Voraussagen entwickeln, rechne man damit, dass GPRS bereits Mitte 2002 profitabel sein könnte. Schon 2005 soll dann der Markt des Mobilen Internet mit 76 Milliarden Euro rund 45 Prozent des erwarteten Gesamtumsatzes in der Mobilfunktbranche entsprechen. Voraussetzung hierfür sei allerdings, dass sowohl UMTS-Netze als auch entsprechende Dienstleistungen und die notwendigen Endgeräte bereits 2003 zur Verfügung stehen. Dazu müsse es endlich auch in Europa und Amerika höhere Anstrengungen geben, neue Technologien auf UMTS-Basis zu entwickeln, da sich bisher gerade die Handyhersteller als Engpass für die Etablierung neuer Netze erwiesen haben. Falls es auf diesem Gebiet keine weitere Veränderung gebe, werden koreanische und japanische Firmen mit Erfolg auf den europäischen Markt drängen und große Marktanteile für sich verbuchen können, was aber nichts an der Profitabilität des Marktes ändern soll.
Die Investmentbank Credit Suisse Boston (CSFB) ist laut der Süddeutschen Zeitung der Meinung, dass Partnerschaften zwischen den einzelnen Lizenznehmern in Europa die doch recht hohen investierten Lizenzkosten wieder abfedern könnten, was auch von den Börsen mit Kursgewinnen honoriert werden würde. Dabei sehe man vor allem Chancen auf Ersparnisse beim Hardwareausbau des Netzes, auf den etwa 50 bis 66 Prozent der Investitionskosten anfallen werden, wogegen im Bereich des UMTS-Betriebs nur wenig Geld gespart werden könne. Kleinere Unternehmen werden sicherlich diese Gelegenheit nutzen, um so schneller zum Markterfolg zu gelangen. Probleme sehe man nur bei größeren Telekommunikations-Untenehmen, wie der Deutschen Telekom, die wohl auch in Zukunft wenig Bündnisbereitschaft zeigen werde. (dal)