Nach Höhenflug nun Gewinnwarnungen bei Switch-Herstellern
Sycamore Networks und Extreme Networks geben vorläufige Umsatzzahlen bekannt, die unter den bisher erwarteten Werten liegen.
Sycamore Networks Inc. und Extreme Networks Inc. – Hersteller von Netzwerk-Equipment – rechnen mit Verlusten. Nach den vorläufigen Geschäftszahlen werden bei beiden Unternehmen die Umsätze des letzten Quartals deutlich unter dem erwarteten Ergebnis liegen. Sowohl Sycamore Networks als auch Extreme Networks kündigten Umstrukturierungen und eine Reduzierung des Personals an.
Sycamore Networks rechnet mit einem Nettoverlust von 38 Millionen US-Dollar für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres, das am 28. April endet. Dies würde einem Verlust von 0,16 US-Dollar pro Aktie bedeuten. Der Umsatz im gleichen Zeitraum wird auf 50 bis 60 Millionen US-Dollar geschätzt, im Vergleich zu 59,2 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
1999 hatte die Sycamore-Aktie zu den begehrtesten Erstemissionen gehört; im März 2000 wurde sie noch zum Preis von 199,50 US-Dollar gehandelt, ist aber seitdem um 95 Prozent gefallen. Die jüngsten Umsatzeinbußen führt das Unternehmen auf einen unerwarteten Rückgang der Nachfrage durch die Telekommunikationsfirmen zurück. Noch im letzten Jahr hätten die Abnehmer beklagt, dass ihr Bedarf die bei Sycamore vorhandenen Kapazitäten übersteigt. Man habe sich daraufhin bei der Produktion auf eine höhere Nachfrage eingestellt. Rund 140 der 1100 Mitarbeiter sollen nun entlassen werden.
Extreme Networks berichtet von einer ähnlich schwierigen Situation. Das dritte Quartal des Geschäftsjahres endete hier am 31. März. Den Umsatz für diesen Zeitraum schätzt das Unternehmen auf 110 bis 115 Millionen US-Dollar, damit lägen Umsatz 22 Prozent unter dem des zweiten Quartals. Endgültige Zahlen wurden für den 18. April angekündigt; das Unternehmen erwartet einen Verlust von 0,06 bis 0,08 US-Dollar pro Aktie.
Vor einem Jahr hatte Extreme Networks den Bereich der High-End-Switches von 3COM ĂĽbernommen. Im abgelaufenen Quartal hatte das Unternehmen die Firmen Optranet und WebStacks gekauft. Auf den UmsatzrĂĽckgang will man bei Extreme Networks ebenfalls mit der Reduzierung der Mitarbeiterzahl reagieren. Von den zur Zeit 1100 Stellen sollen bis zu 132 entfallen. (dwi)