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Viermal die Null: Kostenloser Sprit dank Default-Passwort an Zapfsäule

In Frankreich haben sich Kriminelle kostenlos an Tankstellen bedient. Sie manipulierten die Zapfsäulen – weil deren Default-Passwort nicht geändert worden war.

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Viermal die Null: Kostenloser Sprit dank Default-Passwort an Zapfsäule

(Bild: pixabay.com)

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Die französische Polizei hat fünf Personen festgenommen, die an Tankstellen rund um Paris insgesamt mehr als 120.000 Liter Kraftstoff gestohlen haben sollen. Sie sollen über eine Fernbedienung die Zapfsäulen manipuliert und so ohne Bezahlung getankt haben.

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Das Internet ist voll von heißen IT-News und abgestandenem Pr0n. Dazwischen finden sich auch immer wieder Perlen, die zu schade sind für /dev/null.

Wie ZDNet berichtet, soll die kriminelle Gruppe eine im Internet bestellte, spezielle Fernbedienung dazu benutzt haben, die Zapfsäulen eines bestimmten Anbieters an Total-Tankstellen im Großraum Paris zu entsperren. Dadurch sollen sie in der Lage gewesen sein, den Spritpreis in der Zapfsäule zurückzusetzen und jegliche Abgabebeschränkung zu umgehen. Der Hack soll ermöglicht worden sein, weil einige Total-Tankstellenbetreiber offenbar den Standard-Code dieser Zapfsäulen nicht geändert hatten – er lautet "0000".

Die Täter gingen in kleinen Gruppen von zwei bis drei Personen und zwei Fahrzeugen vor. Eine Person im ersten Fahrzeug benutzte die Fernbedienung zum Entsperren, dann fuhr ein zweites Fahrzeug – meist ein Van – an die Tankstelle und füllte einen im Fahrzeug verborgenen Extratank, teils mit bis zu 3000 Litern Fassungsvermögen.

Der Kraftstoffdiebstahl soll von der Tätern sogar in den sozialen Medien beworben worden sein: Interessenten konnten sich zu verabredeter Zeit an bestimmten Tankstellen einfinden und gegen geringeres Entgelt als vorgesehen – zahlbar an die "Hacker" – beim Kraftstoff bedienen. Das Vorgehen der Bande wurde im April vergangenen Jahres entdeckt, als zuerst ein Verdächtiger in einem Pariser Vorort festgenommen wurde. Am Montag dieser Woche nahm die französische Polizei dann die fünf Personen fest.

(tiw)