Ermittlungen gegen GrĂĽnderin von World Online eingestellt

Die niederländische Justiz stellt ihre Ermittlungen gegen Nina Brink ein. Gegen den von ihr gegründeten Internet-Provider WOL wird weiter ermittelt.

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Von
  • Christian Kruggel

Die niederländische Justiz hat die Ermittlungen gegen Nina Brink eingestellt. Klagen von enttäuschten Aktionären über angebliches Fehlverhalten von Brink beim Börsengang ihres Unternehmens im März vergangenen Jahres seien nicht berechtigt, erläuterte eine Justizsprecherin.

Die Gründerin und erste Chefin des früheren niederländischen Internet-Providers World Online (WOL), der heute zu Tiscali gehört, hatte bereits ein Vierteljahr vor dem Börsengang einen Teil ihrer Aktien verkauft. Ihr wurde vorgeworfen, dies vor dem Börsengang nicht veröffentlicht zu haben. Als Brink ihren Verkauf bekannt gab, verlor die Aktie rund 63 Prozent ihres Wertes.

Nach Angabe der Behörde gegenüber dpa werden die Ermittlungen gegen die Rechtsperson WOL allerdings nicht eingestellt. Es werde weiter untersucht, welche Rolle die Banken ABN Amro und Goldman Sachs beim Börsengang des Internet-Dienstleisters gespielt haben. (chk)