US-Telefonkonzern Verizon macht eine Milliarde Verlust

Die größte regionale US-Telefongesellschaft Verizon führt die Quartalsverluste vor allem auf Abschreibungen von Investments zurück.

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Von
  • Jürgen Kuri

Die größte regionale US-Telefongesellschaft Verizon, Mitte vergangenen Jahres aus dem Zusammenschluss von Bell Atlantic und GTE hervorgegangen, hat im zweiten Quartal 2001 einen Verlust von einer Milliarde US-Dollar verbucht, während in der gleichen Periode des Vorjahrs noch ein Gewinn von 4,9 Milliarden US-Dollar anfiel. Die Verluste sind vor allem auf Abschreibungen auf im Wert gefallene Investments in anderen Telekomunternehmen wie Cable & Wireless, NTL und Metromedia Fiber Network zurückzuführen. Sie allein machten 2,9 Milliarden US-Dollar der Sonderbelastungen von insgesamt 3,1 Milliarden US-Dollar aus. Der Quartalsumsatz stieg um fünf Prozent auf 16,9 Milliarden US-Dollar.

Der Halbjahresumsatz erhöhte sich um 9,9 Prozent auf 33,2 Milliarden US.Dollar. Das Unternehmen verdiente im ersten Halbjahr wegen der Sonderbelastungen nur 600 Millionen US-Dollar. In den ersten sechs Monaten 2000 hatte es einen Gewinn von 6,4 Milliarden US-Dollar erreicht.

Verizon stößt verstärkt ins Ferngesprächsgeschäft und betreibt mit der Verizon Wireless die größte US-Mobilfunkfirma. Das Unternehmen erwartet wegen der Konjunkturflaute und der schwächeren Nachfrage für das Gesamtjahr nur ein Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent. Bisher hatte Verizon mit einem Umsatzanstieg von sieben Prozent gerechnet. Der Gewinn pro Aktie dürfte zwischen 3,07 Dollar und 3,12 Dollar liegen, während die bisherige Prognose auf 3,13 bis 3,17 Dollar lautete. (jk)